Es gibt zwei Möglichkeiten, mit einer Curtain-Coating-Düse von Inatec luftdurchlässige Substrate zu kaschieren. Die erste Möglichkeit ist der...
Mit Inatec-Technologie können Fäden mit einem Durchmesser von nur 0,001 mm hergestellt werden, die kontaktlos in einen Walzenspalt zwischen zwei Substrate aufgetragen werden.
Der Abstand der Klebstofffäden zum Kaschierspalt kann bis zu 100 mm betragen, dafür muss allerdings ein geeigneter Klebstoff verwendet werden.
Ein Klebstoffauftrag von 0,5 g/m² ist bei einigen Hotmelts und PUR-Hotmelts möglich. Da die Klebstofffäden während dem Auftrag stark abkühlen, müssen die Kaschierwalzen beheizt sein. Auch der Kaschierdruck ist ausschlaggebend für die Festigkeit der Kaschierung.
Durch den Fadenauftrag erzeugt man eine sehr luftdurchlässige Verklebung.

Ein weiterer Vorteil ist die geringe Auftragstemperatur, denn bei PUR-Hotmelts reicht meistens eine Auftragstemperatur zwischen 50°C bis 80°C aus, um eine stabile Verankerung auf den Substraten zu erreichen. Auch bei anderen Hotmelts lässt sich die Auftragstemperatur stark reduzieren ohne eine Verschlechterung der Klebkraft zu erreichen. Dadurchwird auch die Kaschierung von sehr temperaturempfindlichen Substraten ermöglicht.
Eine stufenlose Breitenverstellung ist bei diesem Verfahren nicht möglich. Es können allerdings einzelne Segmente abgeschaltet werden, so dass man eine Auftragsbreitenveränderung sehr schnell durchführen kann.
Die zweite Möglichkeit, um mit einer Inatec Curtain-Coating-Düse Textilien luftdurchlässig zu kaschieren, ist der Auftrag eines geschlossenen Klebstofffilmes, der durch eine thermische Nachbehandlung gezielt zerstört wird.
Das nebenstehende Bild zeigt stark vergrößert einen Klebstoffauftrag mit PUR-Hotmelt bei 10 g/m² auf einer Textiloberfläche. Der Klebstoff ist transparent und enthält Zusätze, damit er unter Schwarzlicht sichtbar wird. Durch die geringe Schichtstärke des Klebstoffauftrages reißt der Klebstofffilm undeffiniert auf.
Bei einer thermischen Nachbehandlung die vor dem Kaschieren erfolgt, wird der Klebstofffilm gezielt an den nichttragenden Punkten auf dem Textil zerstört und zieht sich auf die höchsten Stellen der Textiloberfläche zurück. Das bietet die Möglichkeit mit wenig Klebstoff eine sehr gute Klebeverbindung herzustellen.
Hierbei kann von den gleichen Verarbeitungsparametern ausgegangen werden, wie beim Fadenauftrag.
Damit ist es also möglich, mit einem vollflächigen Klebstoffauftrag eine luftdurchlässige Verbindung herzustellen. Dieses Verfahren ermöglicht es, den Klebstoffauftrag zu minimieren und die Flexibilität der luftdurchlässigen Substrate nicht zu vermindern. So können auch Membranfolien „raschelfrei“ in Textilien kaschiert werden.
Versuche haben auch gezeigt, dass sich dieses Verfahren sehr gut für die Fertigung von Filtermaterialien eignet.
Beim Einsatz der Fadentechnik in der Filterfertigung ist eine störungsfreie Nachbehandlung z.B. Nähen oder Pfalzen kein Problem mehr.
Im Zusammenhang mit dieser Auftragstechnik sind Klebstoffe entstanden, die zwar eine hohe Anfangsklebrigkeit haben, doch nach einiger Zeit ihre Eigenschaften verändern, so das sie in einen kristallinen Zustand übergehen und ihre Klebrigkeit stark verringern.