Sich ständig verändernde Marktbedingungen sowie die Notwendigkeit, neu entwickelte Klebstoffe zu verarbeiten, aber auch der Trend hin zu rationellen Techniken benötigen einen aktiven, flexiblen und innovativen Partner für Auftragssysteme.
INATEC aus dem innovationsfreudigen Langenfeld hat von Anfang an Spezialitäten für den Klebstoffauftrag hergestellt, wie Schlitzdüsen, die in Breiten bis 3m hergestellt werden können und die den Klebstoff mit sehr hoher Genauigkeit auftragen und das bei Auftragsgeschwindigkeiten bis zu 1000 m /Min. Der Klebstofffilm von ca. 1g/m² bleibt auch bei dieser Geschwindigkeit geschlossen und gleichmäßig.
Wir haben ein System entwickelt, dass nicht nur große Mengen Klebstoff mit hoher Genauigkeit auftragen kann, sondern auch kleinste Grammaturen von 1g/m² und darunter. Dies ist mit einer Auftragstechnik gelungen, die von anderen abweicht, nämlich einem Dosiersystem innerhalb der Schlitzdüse, das es ermöglicht, einen absolut gleichmäßigen Klebstofffilm zu erzeugen.
Das gelingt durch eine Segmentierung innerhalb der Düse und eine ausgeklügelte Versorgung eines jeden Segmentes. Externe Mehrfachzahnraddosierpumpen sitzen auf der Breitschlitzdüse und jede der Pumpen versorgt ein Segment bis max. 50 mm Breite.
Die Verschlussventile, sogenannte zirkulierende Klebstoffmodule, wurden für diesen Zweck speziell entwickelt und patentiert. Das Besondere an diesen Modulen ist die Vereinigung des Vorlaufstromes und des Rücklaufstromes in einem Körper, wodurch beim Abschalten des Vorlaufes Todräume für den Klebstoff verhindert werden. Dadurch wird er thermisch geschont und vor Verbrennungen geschützt.
Durch diese Art der Versorgung und genauen Verteilung innerhalb der Schlitzdüse spielt es keine Rolle mehr, wie breit die Düse ist. Sie arbeitet bei kleinen Auftragsbreiten ebenso genau wie bei großen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer Breitenveränderung durch Abschalten einzelner Module bzw. Segmente und durch einen eingebauten, motorisch und stufenlos verstellbaren Schieber zum Verschließen des Schlitzes. Dadurch erhält man die Möglichkeit, jede beliebige Breite zu fahren, ohne irgendwelche zeit- und kostenaufwendigen Einstellungen vornehmen zu müssen.
Dünnfilme aus Kunststoff wurden bislang üblicherweise mit Extruderdüsen hergestellt, die aber mit ihrer computerberechneten Kleiderbügelform immer nur für einen stark begrenzten Einsatz in Frage kommen und sehr kostenintensiv sind.
Unsere Breitschlitzdüse ermöglicht es jedoch, unterschiedlichen Anwendungen, und Klebstoffen, unterschiedlichen Viskositäten, Breiten und Geschwindigkeiten gerecht zu werden.
Die Art des Auftrags sowie die Feinabstimmung des Temperaturverlaufs innerhalb des kompletten System – vom Gerät über den Schlauch bis zum Auftragskopf ermöglichen eine perfekte Verarbeitung von Klebstoffen und zwar nicht nur im Kontaktauftrag, sondern vor allem auch im kontaktlosen Auftrag, indem ein Vorhangfilm aus der Schlitzdüse gezogen wird.
Dieses SET benannte Verfahren für die Produktion von sehr dünnen Klebstoffaufträgen, kann für praktisch alle Sorten von Klebstoff in allen Viskositätsbereichen genutzt werden.
Klebstoffauftrag im Kontakt hat bekanntermaßen einige Nachteile, die es nicht oder nur sehr schlecht ermöglichen, dünne Filme gleichmäßig herzustellen. Im kontaktlosen SET Auftrag, fällt der Klebstofffilm auf das Substrat und hat immer die gleiche Dicke, in der Vertiefung genauso wie auf der Spitze. Es wird also nur so viel Klebstoff aufgetragen wie tatsächlich benötigt wird. Das ist speziell bei teuren Klebstoffen ein großer Qualitäts- und Preisvorteil.
Da die Düse keinen Kontakt zum Substrat hat, können auch kleinere Verschmutzungen, die auf dem Substrat liegen mögen, keine Streifen bilden. Diese Verschmutzungen sind nicht weiter von Belang. Beim Auftragen im Kontakt machen diese Schmutzpartikel durch Streifenbildung unter Umständen viele Meter Material unbrauchbar. Beim kontaktlosen Auftrag wird die Verschmutzung lediglich punktuell eingeschlossen.
Bei der Anwendung dieses Verfahrens bildet der Klebstoff einen Vorhang sobald er den Düsenspalt verlässt. Er ist sofort sehr stabil. Je größer die Differenz zwischen Bahngeschwindigkeit und der Geschwindigkeit der Klebstofffilmherstellung ist, desto größer ist auch die Verstreckung des Filmes. Durch entsprechende Einstellung der Geschwindigkeiten hat man also die Möglichkeit, den Klebstoffvorhang so weit zu verstrecken, dass er der gewünschten Dicke entspricht. So konnten mit strahlenhärtbaren Klebstoffen Schutzfolien hergestellt werden, bei denen der Klebstoffanteil unter 1 g/m² liegt – höhere Gewichte sind natürlich jederzeit möglich.
So werden Schutzfolien derzeit mit den herkömmlichen Methoden mit 10 – 12 g Klebstoff /m² hergestellt. Im SET Verfahren haben wir sehr gute Resultate bei 2 – 5 g Klebstoff erhalten.
Der Hotmeltauftrag mit dem SET-Verfahren, kann also dünner aufgetragen werden als mit einer Breitschlitzdüse im Kontakt oder mit einem Rollrakelauftrag, weil z.B. Sicherheitszuschläge entfallen. Hierdurch werden nicht nur erhebliche Mengen Klebstoff und somit Kosten gespart, sondern auch die Umwelt geschont.
Natürlich gibt es viele Anwendungen, bei denen Auftrag in Kontakt der richtige Weg ist, aber wir sehen, dass sich mit SET ein weites Anwendungsfeld auftut, wie beispielsweise im Bereich Membranfolienherstellung, Flexible-Verpackung, Hygienebereich u.a.
Klebstoffauftrag mit oder ohne Kontakt: es gibt für jeden Beschichtungs- oder Kaschierprozess die richtige Schlitzdüse.